Die Haustür kann mechanisch oder elektrisch ver- und entriegelt werden. Aktuell sehr beliebt sind Schlosssysteme die eine Haustür mechanisch verriegeln und elektrisch öffnen (z.B. Sicherheitsschlosssytem S5 Comfort der Firma Steinau). Von der Verriegelungstechnik hängt auch die Einbruchhemmung ab. Sogenannte Sicherheitsschlösser, die grundsätzlich bei geprüften und zertifizierten Sicherheitstüren der RC Anforderung verbaut werden, enthalten natürlich auch einen Sicherheitsschließzylinder. Besonders sicher sind Schlösser mit Schwenkhaken, die den Türflügel fest mit dem Rahmen verbinden. Auf der Bandseite der Haustür dienen Sicherheitsbolzen für einen entsprechenden Aushebelschutz. Der Schließzylinder bewegt Falle und Riegel der Haustür. Die Widerstandsklasse gemäß RC gibt Auskunft über den gebotenen Schutz gegen Einbruch. Bei der Mehrfachverriegelung schließen zusätzliche Verriegelungen die Haustür an unterschiedlichen Stellen ab. Ein Aufbohrschutz durch gehärteten Stahl und der Kernziehschutz (teilweise unterstützt durch spezielle Sicherheitsrosetten im Außenbereich) bieten weitere Sicherheit innerhalb des Profilzylinders. Besonders praktisch bei mechansichen Schlössern ist die automatische Mehrfachverriegelung. Sie schließt beim zuziehen der Haustür automatisch ab, daher muss beim verlassen des Gebäudes/des Hauses nicht zusätzlich abgeschlossen werden. So ist der Versicherungsschutz jederzeit gewährleistet (VDS Klasse B). Von der innenseite lässt sich die Haustür weiterhin mit dem Türdrücker öffnen. Damit die Haustür einwandfrei schließt, ist auch ein insgesamt korrekter Einbau der Haustür unerlässlich. Eine Schließanlage ist eine Kombination aus unterschiedlichen Profilzylindern, die verschiedene Zugangsberechtigungen aufweisen. So kann beispielsweise in einem Mehrfamilienhaus der Schlüssel für die Haustür, die Kellertür und für je eine Wohnung genutzt werden. Elektronische Sicherheitsschlösser sind für Gelegenheitstäter deutlich schwieriger zu knacken als rein mechansiche Schlösser. Zudem sind sie keinem Verschleiß der mechanischen Bauteile ausgesetzt. Allerdings sind elektronische Verriegelungen kostenintensiver als rein mechanische. Hier wird das Schloss üblicherweise nicht mit dem Schlüssel entsperrt, sondern durch ein elektrisches Signal. Dieses wird durch den Fingerprint, einen PIN-Code oder durch ein Funksignal betätigt. Der Fingersensor steuert das motorische Schloss an und entriegelt es. Sie können die Fingerabdrücke untershiedlicher Menschen/Personen speichern und bei Bedarf wieder löschen. Beim Codeschloss wird die Haustür durch einen individuell festgelegten PIN geöffnet. Je nach Technik können sogar temporäre Berechtigungen vergeben werden. Ebenso wie beim Fingerprint benötigen Sie bei einem Schloss mit PIN-Code keinen Schlüssel. Generell gehören dann die Suche nach dem Schlüssel und das Ärgernis über verlorene Schlüssel der Vergangenheit an. Alternativ können Schlösser durch eine Funk-Fernbedienung oder einen Transponder bedient werden. Diese sind deutlich einfacher in der HAndhabung als traditionelle Schlüssel. Bei einer eingeschränkten Feinmotorik oder eingeschränktem Sehvermögen erleichtern sie das Öffnen und Schließen der Haustür erheblich. Mit vollbepackten Händen ist der Transponder ebenfalls einfach zu bedienen. Auch eine Bedienung via Handy-App ist möglich.

