Torabdichtungen
Torabdichtungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Verladesysteme. Sie sorgen dafür, dass beim Be- und Entladen von LKW an der Rampe keine Energie verloren geht und die Ware zuverlässig vor Witterungseinflüssen, Schmutz und Zugluft geschützt ist. Gleichzeitig verbessern sie die Arbeitsbedingungen für das Personal und tragen maßgeblich zur Energieeffizienz von Gebäuden bei.
Je nach Einsatzbereich stehen verschiedene Ausführungen zur Verfügung – von aufblasbaren Torabdichtungen für höchste Dichtwirkung bis zu Kissen- oder Planenabdichtungen für unterschiedliche Fahrzeugtypen. So lässt sich jede Torabdichtung optimal an die Gegebenheiten der Verladerampe anpassen.
Dank robuster Materialien und durchdachter Konstruktion sind moderne Systeme besonders langlebig und wartungsarm. In Kombination mit Ladebrücken entsteht eine sichere, geschützte Verladestelle, die sowohl den Warenfluss beschleunigt als auch Betriebskosten reduziert.
Flexible und stabile Rahmenkonstruktion aus Stahl
Stabiler Stahl-Rahmen
Die Kopf- und Seitenplanen werden auf einem verzinkten, eindrückbaren Stahlrahmen montiert und bilden eine stabile und robuste Gesamtkonstruktion.
Planen mit Federspannung
Die Seiten- und Kopfplanen bestehen aus 2-lagigem, 3 mm dickem Trägergewebe aus Polyester-Monofilfäden mit beidseitiger PVC-Beschichtung. Anders als bei herkömmlichen Polyester-Planen sorgen die Monofilfäden im Planenmaterial der Seitenplanen für eine deutliche Vorspannung zur LKW-Rückseite und damit für eine ausgezeichnete Abdichtung.
Die Seitenplanen sind mit Markierungsstreifen versehen: bei Lenkarmausführungen 1 Stück je Seite, bei Scherenarmausführungen 4 Stück je Seite, bei Fahrbahnmodellen 6 Stück je Seite.
Kopfteil mit Neigung
Der Vorder- und Hinterrahmen sind bei dieser Konstruktion unterschiedlich hoch. Das hierdurch entstehende Gefälle von 100 mm leitet Regenwasser zur Vorderkante hin ab. Optional kann die Torabdichtung mit weiteren Entwässerungsmaßnahmen ausgestattet werden.
Flexible Lenkarmkonstruktion
Die Lenkarmkonstruktion ist aufgrund ihrer Bauweise und der speziellen offenen Profile sowohl horizontal als auch vertikal flexibel. Beim Eindrücken der Torabdichtung bewegt sich der Vorderrahmen leicht nach oben.
Robuste Scherenarmkonstruktion
Der Vorteil der Scherenarmausführung liegt in ihrer Steifigkeit. Sie ermöglicht auch besonders hohe oder tiefe Ausführungen. Die Rahmenkonstruktion wird parallel eingedrückt und spannt die Verkleidung durch Zugfedern nach dem Verladevorgang wieder straff.
Gerades Kopfteil mit Regenrinne
Die Oberverkleidung von geraden Kopfteilen ist mit Entwässerungsöffnungen ausgestattet. Durch einen Wasserablaufkanal wird das Regenwasser zur Seite abgeführt.
Teleskopische Lenkarme
Diese Zusatzausstattung ermöglicht dem Vorderrahmen, Hebebewegungen des LKW zu folgen. Das Risiko von Schäden durch Wechselbrücken, die zum Abstellen angehoben werden müssen, oder Fahrzeuge, die nach dem Andocken hochpumpen, lässt sich mit dieser patentierten Konstruktion auf einfache Weise minimieren. Der Vorderrahmen kann sich bis zu 250 mm nach oben mitbewegen. Teleskopische Lenkarme sind auch nachrüstbar.
WICHTIG: Sorgen Sie bei eventuellen Vordächern für einen ausreichenden Bewegungsfreiraum oberhalb der Torabdichtung.
Rampenmodelle in der Größe 3.500 × 3.500 mm haben sich in der Praxis durch ihre Flexibilität bewährt, da sich der Druck des angedockten LKW in der Torabdichtung optimal verteilen kann. Planen Sie deshalb den notwendigen Platzbedarf beim Gebäudeentwurf ein. Berücksichtigen Sie bei Reihenanlagen einen ausreichend großen Abstand zwischen den Torabdichtungen von mindestens 100 mm.
Planentorabdichtungen
Wer mit unterschiedlichen Fahrzeughöhen rechnen muss, benötigt flexible Kopfplanen. Eine lange Kopfplane sorgt auch bei kleineren LKW noch für eine gute Abdichtung.
Bei hohen Fahrzeugen hängt sie jedoch in der Ladeöffnung. Ideal ist eine Überlappung von ca. 150 mm.
Damit bei höheren Fahrzeugen die Spannung auf die Kopfplane nicht zu hoch wird, kann sie je nach Bedarf mit einem Einschnitt bzw. einer Eck- oder sogar Volllamellierung ausgeführt werden.
Ziffer auf der Kopfplane
Auf Wunsch liefern wir die Kopfplane mit einer Ziffer in der Farbe der Markierungsstreifen.
Wasserablaufkanal
Für Torabdichtungen, die nicht unter einem Vordach stehen, können höhere Anforderungen an die Entwässerung bestehen. Das gilt insbesondere bei hohen Fassaden und langen Standzeiten. Das Kopfteil einer Torabdichtung DSL oder DSS(-G) kann zusätzlich zur Neigung mit einem Wasserablaufkanal ausgestattet werden. Torabdichtungen mit geradem Oberteil DSLR, DSSR(-G) sind bereits standardmäßig mit Wasserablaufkanal ausgestattet.
Eckabdichtkissen
Die optionalen Eckabdichtkissen sind nahezu ein Muss für jede Planentorabdichtung. Durch ihre Höhe und Formgebung verbessern sie die Abdichtung unten an der Torabdichtung zwischen Wandanschluss und Plane ganz erheblich.
Rollplane
Wo gelegentlich kleine Fahrzeuge, wie Lieferwagen, andocken, ist eine zusätzliche Rollplane sinnvoll. Sie wird elektrisch betrieben und kann bei Bedarf nach dem Andocken auf das Fahrzeugdach abgesenkt werden.
Gestängefrei und mit Hebedach
Mit besonders reißfesten Planen auf schaumstoffgefüllten Seitenkissen ist die Torabdichtung DDF 10 eine interessante Alternative zur Planentorabdichtung mit Lenk- oder Scherenarmen. Die Investition zahlt sich aus: Die Seitenkissen werden beim ungenauen Andocken eingedrückt oder weichen seitlich aus. Die Seitenplanen sind mit Klettverbindungen an den Seitenkissen befestigt. Dies ermöglicht einen einfachen und kostengünstigen Austausch bei Beschädigungen. Das Kopfteil ist nach oben beweglich , d. h. es kann sich ca. 550 mm nach oben mitbewegen, wenn sich ein angedocktes Fahrzeug hochpumpt.

Für optisch und technisch höchste Ansprüche
Die Dach- und Seitenverkleidung aus gedämmten, 20 mm dicken Stahlpaneelen erhalten sie wahlweise in Weißaluminium RAL 9006 oder Grauweiß RAL 9002 mit eloxierten Aluminium-Eckprofilen in abgerundeter Softline-Optik.
Die Planenstreifen aus 2-lagigem, 3 mm dickem Trägergewebe mit Polyester-Monofilfäden und beidseitiger PVCBe schich tung schützen die Kissen im Ruhe zustand. Die Kissen bestehen aus witterungsbeständigem, hochfrequenzverschweißtem Planenmaterial in Graphitschwarz, RAL 9011.
Im Ruhezustand sind die aufblasbaren Kissen kaum sichtbar. Beim Andocken gibt es keinen Kontakt mit dem LKW. Dadurch führt auch ein etwas ungenaues Andocken nicht direkt zu Beschädigungen an der Torabdichtung. WICHTIG. Das richtige Kissenmaß gewährleistet eine optimale Ab dichtung. Die Länge des Oberkissens und die Breite der Seitenkissen müssen ausreichen, um etwas
Druck auf den angedockten LKW auszuüben (Sondermaße sind möglich). Andererseits dürfen diese nicht so lang bzw. breit sein, dass Sie beim Eindrücken verformen.
Abrollbare Plane
Alternativ zum Oberkissen bietet eine elektrisch abrollbare Plane mehr Flexibilität bei unterschiedlichen Fahrzeughöhen. Der Typ RCH ist 2 m lang und wird im Totmannbetrieb abgesenkt. Die 3 m lange Ausführung RCP wird gleichzeitig mit den Seitenkissen im Impulsbetrieb bedient und folgt selbst dem eventuellen Absacken des Fahrzeugs. Damit ist immer eine gute Abdichtung gewährleistet.
DAS 3
Die DAS 3 erhält zur Abdichtung im unteren Bereich, zwischen Wandanschluss und Seitenkissen, standardmäßig schaumstoffgefüllte Eckabdichtkissen
Aufblasbare Torabdichtungen
Erst nach dem Andocken des LKW bläst der Ventilator die Torabdichtung um das Fahrzeug herum auf und dichtet den Laderaum innerhalb weniger Sekunden vollständig ab. Diese Torabdichtung empfiehlt sich besonders für Kühlhäuser und bei längeren Verladezeiten.
Die optionale Konsole Crash Protection Bar schützt die Rahmenkonstruktion vor Anfahrschäden. Bei der Ausführung mit 1.200 mm Bautiefe ist diese Ausstattung serienmäßig.
Standardgröße: 3.600 × 3.550 mm (B × H)
Bautiefe: 850 mm, optional 1.200 mm
Frontöffnung aufgeblasen: 2.400 × 2.550 mm (B × H)
Frontöffnung im Ruhezustand: 3.100 × 3.150 mm (B × H)
Für das DOBO-System wird die Torabdichtung länger ausgeführt und auf Höhe der Aussparung für die Bewegung der Fahrzeugtüren angebracht. Sie ist zudem standardmäßig mit aufblasbaren Eckabdichtkissen ausgestattet.
Standardgröße: 3.600 × 3.850 mm (B × H)
Bautiefe: 850 mm, optional 1.200 mm
Frontöffnung aufgeblasen: 2.400 × 2.850 mm (B × H)
Frontöffnung im Ruhezustand: 3.100 × 3.450 mm (B × H)
Die Nischenausführung DAS3-L ist für die Integration in eine Vorsatzschleuse mit Nische vorgesehen. So entsteht eine optisch ansprechende Kombination, bei der die Torabdichtung optimal vor Regenwasser und Schneebelastung geschützt ist.
Standardgröße: 3.600 × 3.550 mm (B × H)
Frontöffnung aufgeblasen: 2.400 × 2.550 mm (B × H)
Frontöffnung im Ruhezustand: 3.100 × 3.150 mm (B × H)
Die DAK 3 ist die vorteilhafte Kombination aus festen Seitenkissen und aufblasbarem Oberkissen mit einer Verkleidung aus wärmegedämmten, 20 mm dicken Stahlpaneelen. Diese Torabdichtung empfiehlt sich besonders für hängende Güter bei einem standardisierten Fuhrpark.
Die schaumstoffgefüllten Seitenkissen dichten seitlich perfekt ab. In der Höhe bleibt durch das aufblasbare Oberkissen die Ladeöffnung völlig frei, um die Güter auf Förderanlagen direkt weiterzuleiten.
Standardgröße: 3.600 × 3.500 × 350 / 850 mm (B × H × T)
Bei aufgeblasenem Oberkissen: 2.400 × 2.500 mm (B × H)
Frontöffnung im Ruhezustand: 2.400 × 3.100 mm (B × H)
Ausführungen und Details
Ausführungen und Details
Bei standardisierten Fahrzeugmaßen bieten Kissentorabdichtungen hervorragende Abdichtungsmöglichkeiten. Neben der Passform spielen zwei weitere Aspekte eine Rolle bei der Planung: Bei Kissentorabdichtungen wird nicht nur der Übergang von der LKW-Rückseite zum Gebäude abgedichtet, sondern auch der Luftspalt zwischen LKW und der aufgeschlagenen Tür. Der LKW drückt in die Kissen, wodurch die Kissen in die Ladeöffnung ragen. Kissentorabdichtungen sind für LKW mit Oberklappe daher nicht geeignet.

Bei dieser Ausführung mit festen Seiten- und Oberkissen fährt der LKW zum Be- und Entladen mit bereits geöffneten Türen gegen die Schaumstoffkissen.
Standardgröße: 2.800 × 2.500 × 250 mm (B × H × T)
Frontöffnung: 2.200 × 2.200 mm (B × H)
Bei abgeschrägten Kissen: 2.040 × 2.200 mm bzw. 1.900 × 2.200 mm (B × H)

Diese Torabdichtung mit festen Seitenkissen und Oberkissen mit zusätzlicher Kopfplane eignet sich für kleinere LKW mit unterschiedlichen Aufbauhöhen und für Hallen mit hohen Ladetoren.
Standardgröße: 2.800 × 3.000 × 250 mm (B × H × T)
Frontöffnung: 2.200 × 2.200 mm (B × H)
Bei abgeschrägten Kissen: 2.040 × 2.200 mm bzw. 1.900 × 2.200 mm (B × H)
Beim Andocken dürfen die Kissen nicht mehr als 50 mm eingedrückt werden, damit sie nicht durch zu hohen Kompressionsdruck beschädigt werden. Daher ist es wichtig, dass die Bautiefe der Anfahrpuffer im richtigen Verhältnis zur Bautiefe der Kissen steht.
Mit Hilfe von Pufferkonsolen kann die Differenz einfach ausgeglichen werden. Berücksichtigen Sie den dadurch vergrößerten Abstand zwischen Fahrzeug und Rampe ggf. bei der Wahl der Lippenlänge einer Ladebrücke.
Die Kissen sind mit PU-Schaumstoff gefüllt. Zusammen mit dem stabilen Basisrahmen und der hochwertigen Ummantelung aus gewebeverstärkten Kunststoffplanen bilden die Kissen eine strapazierfähige Einheit.
Die vertikalen Kissen können rechteckig oder schräg ausgeführt werden. Abgeschrägte Kissen sind eine einfache Lösung, wenn das bereits vorhandene Tor etwas zu breit ist. Bei Bedarf sind auch Sonderformen lieferbar.
Bei einem Gefälle der Fahrbahn sind beispielsweise Kissenausführungen mit einer ausgleichenden Neigung – je nach Bedarf nach oben oder nach unten verjüngend – möglich.
Die speziellen Heckformen kleiner Transportfahrzeuge, wie sie beispielsweise im Paket- und Lieferverkehr eingesetzt werden, erfordern maßgeschneiderte Lösungen. Die Kissentorabdichtung BBS wurde speziell für die Modelle Mercedes Sprinter (ab Baujahr 2006) und VW Crafter (bis Baujahr 2017) entwickelt. Sie ist aber ebenso für aktuelle Fahrzeugmodelle sowie in weiteren Ausführungen verfügbar und damit die ideale Lösung für unterschiedlichste Fuhrparks.
Die schaumstoffgefüllten Kissen sorgen für eine zuverlässige Abdichtung – sowohl bei Karusselltüren mit 180° als auch bei 270° Öffnungswinkel. Für Fahrzeuge mit rückseitiger Kamera verfügt das Oberkissen über eine Aussparung, die beschädigungsfreies Andocken ermöglicht. Diese Aussparung kann je nach Kameraposition oben oder unten angebracht werden. Auf Wunsch ist auch eine Ausführung ohne Aussparung erhältlich.
Unterkissen DUC: Dichtet den Zwischenraum zwischen Rampe und Fahrzeug zuverlässig ab.Gummi-Rampenprofil GD1: Schützt die Rampenkante und bietet durch die Bautiefe von 70–75 mm genügend Platz für den Anschlagwinkel einer mobilen Ladebrücke.Schutzhaube DWC: Für nicht überdachte Verladestellen erhältlich.
Bestellmaß: 1.600 / 1.970 × 2.250 × 190 / 350 mm (B × H × T)
Frontöffnung: 1.200 / 1.540 × 1.800 mm (B × H)
Planen Sie eine Rampenhöhe von 650 mm, um der verhältnismäßig niedrigen Ladebodenhöhe zu entsprechen. Wenn alle Rampen auf gleicher Höhe sein sollen, ist das Anpassen des Fahrbahnniveaus eine gute Lösung, um der abweichenden Ladeflächenhöhe gerecht zu werden.
Für Fahrzeuge mit rückseitiger Trittstufe empfiehlt sich eine Unterfahrt mit geringer Tiefe an der Verladestelle. In der Unterfahrt wird ein Anfahrpuffer, z. B. DB 15, angebracht. Stimmen Sie die Tiefe von Unterfahrt und Anfahrpuffer auf die Trittstufe ab.
Wenn die Trittstufe den Anfahrpuffer erreicht, sollten die Kissen der Torabdichtung nicht mehr als 50 mm eingedrückt werden.
Finden Sie jetzt ihre Niederlassung in der Nähe!
Niederlassung findenKontakt
Social-Media
Suchen nach: