Belastbare Gesamt­konstruktion von Vorsatzschleusen

Vorsatzschleusen

Moderne Vorsatzschleusen verbinden ein schlankes Design mit höchster Stabilität und Sicherheit. Die robuste Konstruktion trägt – je nach Ausführung – eine Dachlast von bis zu 1 kN/m² oder 3 kN/m² und eignet sich damit auch für den Einsatz in schneereichen Regionen. Die Windlast ist bis maximal 0,65 kN/m² ausgelegt, was eine zuverlässige Planung und Nutzung unter verschiedensten Witterungsbedingungen gewährleistet.

Stabilität nach europäischen Standards

Die Rahmenkonstruktion und die Stahlpodeste sind zertifiziert nach EN 1090 und erfüllen damit alle Anforderungen der Bauproduktenverordnung. Dieses Zertifikat garantiert geprüfte Qualität und bestätigt unter anderem:

  • Werkseigene Produktionskontrolle
  • Hohe Dauerhaftigkeit
  • Bemessung nach Eurocode

Vorteile der belastbaren Konstruktion

  • Geeignet für unterschiedliche Klimazonen und Wetterbedingungen
  • Schlankes Design mit hoher Funktionalität
  • Zertifizierte Sicherheit nach europäischen Normen
  • Langlebigkeit durch geprüfte Materialien und Verarbeitung

Mit dieser Bauweise sind Vorsatzschleusen eine zuverlässige Lösung für effiziente und sichere Verladesysteme – auch bei erhöhten Anforderungen.

Unterbau als Ladebrücken-Podest-Kombination

Stabile Basis für Vorsatzschleusen

Die Unterkonstruktion aus Ladebrücke und Podest bildet die Grundlage für eine zuverlässige und langlebige Vorsatzschleuse. Dabei werden Laderampen mit den Seitenteilen und der Ladebrücke zu einer abgestimmten Einheit kombiniert. Die Frontplatten sind bereits für die Montage von Anfahrpuffern vorbereitet. Für den Einsatz im Außenbereich empfiehlt sich eine verzinkte Ausführung zum optimalen Korrosionsschutz.

Hohe Belastbarkeit und Flexibilität

  • Laderampen sind bis 3 m Länge und 60 kN Nennlast verfügbar
  • Bei höheren Anforderungen: Kombination mit Ladebrücken Typ HLS 2 oder HTL 2 und separaten Podesten
  • Verstellbare Podestfüße ermöglichen die exakte Anpassung an das Hallenniveau und gleichen auch nach Jahren mögliche Gebäudesetzungen aus

Effiziente Entwässerung

  • Eine Dachneigung von 2 % sorgt standardmäßig für eine sichere Entwässerung nach vorn
  • Optional: 10 % Neigung oder eine Regenrinne mit Ablaufrohr verfügbar

Komplettlösung mit Torabdichtung

Für eine dichte und energieeffiziente Verladestelle kann die Unterkonstruktion direkt mit einer Torabdichtung kombiniert werden. Besonders effizient ist eine aufblasbare Variante, die geschützt in einer Nische der Vorsatzschleuse integriert wird.

Perfekter Anschluss an den Baukörper

  • Ein 50 mm hoher Dachabschlusswinkel sorgt für einen dichten Übergang zum Baukörper
  • Optional verhindert eine Kappleiste zusätzlich das Einlaufen von Regenwasser

Selbsttragende Ausführung

Für Gebäude, deren Fassaden keine vertikalen Lasten aufnehmen können, ist die Schleuse auch als selbsttragende Variante erhältlich. Hierbei werden lediglich Windlasten auf die Fassade übertragen – ideal für eine flexible Integration in verschiedene Gebäudekonzepte.

Für alle Modellausführungen liegt eine Statikberechnung nach EN 1990 vor. Gemeinsam mit dem CE-Label und der online abrufbaren Leistungserklärung wird die Konformität der Podeste und Vorsatzschleusen mit der Bauproduktenverordnung konsequent nachgewiesen.

Der Platzbedarf

Bei Vorsatzschleusen besteht erhöhter Platz bedarf im Außenbereich.

Anordnung im Winkel

Bei begrenzten Platzverhältnissen erreicht die Anordnung im Winkel mehr Bewegungsspielraum zum Andocken.

Vorsatzschleusen

Ausführungen

Einwandige Ausführung

Typ LHC 2

Die einwandige Verkleidung schützt Personal und Waren wirksam vor Witterungseinflüssen beim Ladevorgang. Die maximale Dachlast beträgt standardmäßig 1 kN/m², optional 3 kN/m².

Die Innenseite des Dachs kann auf Wunsch kondensathemmend ausgeführt werden. Bei einer Dachlast bis 3 kN/m² ist das Dach mit Sandwichpaneelen versehen, sodass eine zusätzliche kondensathemmende Ausstattung nicht erforderlich ist.

Doppelwandige Ausführung

Typ LHP 2 mit 60 mm dicken Stahlpaneelen

Die Seitenwände und das Dachpaneel werden aus doppelwandigen, 60 mm dicken Stahlpaneelen hergestellt. Der Typ LHP 2 empfiehlt sich besonders, um neben dem Schutz vor Witterungseinflüssen auch die Geräuschübertragung beim Ladevorgang zu hemmen und um durch Sonneneinstrahlung bedingte Wärmeeinwirkung auf Kühlwaren zu verhindern.

Diese Vorsatzschleuse trägt standardmäßig eine Dachlast von bis zu 3 kN/m². Für eine ansprechende Ansicht sind die Seitenwände verdeckt und ohne sichtbare Schrauben montiert.

Oberflächen LHP 2 Seitenwände und Dachpaneele:

LL

M8L

M16L

Zuverlässiger Oberflächenschutz

Die Vorsatzschleusen Typ LHP 2 und LHC 2 liefern wir mit Grundbeschichtung, innen in RAL 9002, die Seiten- und Dachbeplankung außen wahlweise in RAL 9002 oder 9006. Farbige Wandpaneele sind auf Anfrage lieferbar.

  • Vorsatzschleusen

Unbegrenzte Gestaltungsvielfalt

Typ LHF 2
Auf der Rahmenkonstruktion kann jede geeignete Beplankung bauseitig montiert werden – zu empfehlen, wenn die Fassade des Gebäudes auch die Ansicht der Vorsatzschleuse bestimmen soll.

Die LHF 2 ist standardmäßig für eine horizontale Beplankung vorgesehen, kann aber auf Wunsch auch für vertikale Beplankung vorgerichtet werden.

Vorsatzschleusen – für jede Anforderung die richtige Ausführung

Optimale Wärmedämmung

Thermoschleuse

Befindet sich die Vorsatzschleuse direkt innerhalb einer Kühlzone, bestehen erheblich höhere Anforderungen an die Wärmedämmung. Hörmann Thermoschleusen sind im Dach-, Wand- und Bodenbereich mit einer 80 mm dicken Sandwichbeplankung ausgestattet. Für den vorderen Abschluss empfiehlt sich ein Industrie-Sektionaltor SPU 67 Thermo mit 67 mm Bautiefe.

Hinweis: Thermoschleusen müssen wirksam entfeuchtet werden. Sämtliche Fugen sind durch ein Fachunternehmen für Kühl- und Kältetechnik fach- und bedarfsgerecht abzudichten.

Vorsatzschleusen mit DOBO-System

Ein DOBO-System lässt sich mit Vorsatzschleusen besonders einfach realisieren, da es vor die Halle gesetzt werden kann. Die Unterkonstruktion aus DOBO-Ladebrücke mit gestuften Seitenteilen ist für die Montage eines Standard-Schleusenaufbaus bereits vorgerichtet.

Weitere Informationen zum DOBO-System.

Gekoppelte Reihenanlagen

Bei großen Reihenanlagen können gekoppelte Vorsatzschleusen unter folgenden Voraussetzungen eine kostengünstige und optisch ansprechende Alternative sein:

  • Anordnung 90°
  • Achsmaß max. 4.000 mm (Abstand Mitte–Mitte Ladebrücke)

Das mit Sandwichpaneelen beplankte Dach trägt Lasten bis zu 1,75 kN/m², optional bis 3 kN/m².

Vorderer Torabschluss

Um auch die Vorsatzschleuse selbst außerhalb der Verladezeiten vor unerwünschten Einflüssen und Verschmutzungen zu schützen, kann im vorderen Bereich ein Rolltor Decotherm SB montiert werden.

Der Einbau eines Sektionaltores ist ebenfalls möglich, erfordert aber aufgrund des Platzbedarfs für die Torführung eine höhere Vorsatzschleuse und ggf. auch eine längere Ladebrücke.

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